In Deutschland steigt die Zahl an Kindern, die auf Hartz IV angewiesen sind stetig an. So lebt mittlerweile fast jedes siebte Kind, also fast vierzehn Prozent der Kinder von Hartz vier. Da es immer mehr Kinder gibt, die in Armut leben, wird im Folgenden die Auswirkung auf die Kinder beeinflusst.

Auswirkungen auf die Freizeit der Kinder

Eltern, die Hartz IV beziehen, erhalten einen zusätzlichen Kinderzuschlag. So erhält jedes Kind zusätzlich 10 Euro im Monat, wovon beispielsweise eine Mitgliedschaft im Sportverein oder Kulturveranstaltungen bezahlt werden sollen.

Dass es nur wenige Sportvereine zu dem Preis im Monat gibt, ist Tatsache und schließt die Kinder womöglich von der Möglichkeit aus, durch den Sport zu lernen im Team zu arbeiten.

Werden für bestimmte Vereine Ausrüstungen benötigt, so stehen jedem Kind weitere 120 Euro im Jahr für diese Freizeitausrüstungen zur Verfügung. Entsprechend können zum Beispiel Fußballschuhe und Trikots fast komplett vom Staat finanziert werden.

Auswirkungen auf die schulischen Leistungen der Kinder

Den Kindern werden 100 Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, um benötigte Materialien wie Blöcke, Stifte und Schulranzen zu finanzieren.

Dies kann problematisch werden, sofern einige Lehrer teurere Materialien, wie zum Beispiel besondere Farbmalkasten im Unterricht verlangen. Ferner sind die meisten angesagten Schulranzen für 60 Euro aufwärts zu kaufen, was natürlich die Kinder aus der Gruppe ausschließen kann, da sie nicht mit dem Trend mitgehen.

Was die schulische Leistung angeht, werden Förderkurse, sofern diese von der Schule als nötig empfunden werden, komplett übernommen, was den Kindern natürlich sehr helfen kann, den Anschluss zu finden. Weiterhin ist gerade Nachhilfe eine sehr teure Angelegenheit und kann meistens nur von Akademiker Eltern finanziert werden. Die Kosten für die Teilnahme an Schul- oder Kitaausflügen, sowie Klassenfahrten werden ebenfalls komplett übernommen. Das garantiert den Kindern, dass sie wichtige Erlebnisse nicht verpassen und Freizeitaktivitäten und Ausflüge miterleben können, die sich die Familie sonst nicht leisten könnte.

Ebenfalls werden Fahrtkosten zur Schule teils übernommen oder ein stark vergünstigtes Monatsticket für Kinder von Hartz IV- Empfängern zur Verfügung gestellt. Dies sorgt für eine gewisse Mobilität der Kinder, sodass so unabhängig von den Eltern Sportveranstaltungen oder Freunde besuchen können. Die Kosten für das Mittagessen der Kinder in der Schule oder in Kindergärten wird ebenfalls mitfinanziert, sodass es sich für Eltern auf nur einen Euro pro Tag summiert. Durch dieses Bildungspaket soll sichergestellt werden, dass es zu einer gewissen Form von Chancengleichheit in der Schule kommt. Generell werden diese Hilfen bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt.

 

Auswirkungen auf die sozialen Kontakte

In den Vergangenen Jahren wurde bei vielen Kindern von Hartz IV- Empfängern eine soziale Isolation festgestellt. Dies hängt weitestgehend mit der eingeschränkten Möglichkeit zusammen, an Freizeitaktivitäten wie Kinobesuchen, Schwimmbadbesuchen oder Bowling teilzunehmen.

Da viele Familien den Kindern nicht die angesagten Klamotten oder Schuhe kaufen können, kann sich das Kind auch schnell als Außenseiter abzeichnen, da gerade Jugendliche in der Pubertät großen Wert auf Statussymbole setzen.

Durch diese psychische Belastung und wenig Unterstützung verkriechen sich viele Kinder zu Hause und fühlen sich oft nicht in der Lage die Schule abzuschließen. Dadurch wird der Armutszyklus weitergegeben. Dies ist ein großes Problem, was in Zukunft durch zusätzliche Förderung behoben werden soll. Ein weiteres Problem ist, dass man als Kind von Hartz IV- Empfängern nicht mehr als 100 Euro im Monat verdienen darf ohne, dass etwas davon abgezogen wird. Dies schränkt die Kinder zusätzlich ein, der angeborenen Armut zu entkommen.

Fazit

Insgesamt gibt es schon viele positive Beiträge des Staates, um den Kindern Chancengleichheit zu gewähren. Was am Ende wirklich in die Kinder finanziert wird, ist schwer zu kontrollieren. Gerade die Beschränktheit der Beiträge für Freizeit und Spaß leisten jedoch einen weiteren Beitrag zur sozialen Isolation der Kinder.