Author: Karolin

Hartz IV- Zahlen und Fakten

Wie kam es zur Namensgebung Hartz IV?

Der Name resultiert aus dem vierten Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt. Dieses Gesetz trat am ersten Januar 2005 in Kraft. Die Person, die hinter der Namensgebung Hartz IV steht, ist Peter Hartz. Er war damals der Manager von Volkswagen.

Der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder setzte eine Kommission ein. Diese Kommission sollte eine Vorlage erarbeiten, wie zukünftig die Sozialhilfe und die Arbeitslosenhilfe zusammengeführt werden können. Die betreffende Kommission leitete damals Peter Hartz, sodass es in der Folge zu der Namensgebung Hartz 4 kam, welche sich im Sprachgebrauch entwickelte.

 

Wie wird Hartz IV finanziert und wie viel kostet das Arbeitslosengeld II?

Ein Großteil der Kosten für Hartz IV wird aus Bundesmitteln finanziert. Errechnet werden dabei jährlich über 50 Milliarden Euro aus eingenommenen Steuern, die für Hartz IV benötigt werden.

Die Kosten für die Arbeitsförderung, für das Personal, das Arbeitslosengeld II und Teile der Wohnkosten werden allein aus Bundesmitteln aufgebracht. Für restlichen Miet- und Heizkosten müssen die jeweiligen Kommunen aufkommen. Dieser Anteil liegt bei angegebenen 15 Milliarden Euro.

Mittlerweile leben etwa sieben Millionen Bundesbürger vom Arbeitslosengeld II. Dies ist etwa einer von zehn Bürgern unter 70 Jahren. Und annähernd 2 Millionen Kinder unter 16 Jahren leben in einem Hartz IV Haushalt. Hiervon ist die Hälfte der Kinder unter sieben Jahren.

 

Warum gibt es immer wieder Streit, wenn der Hartz IV-Satz angehoben werden soll?

Jedes Mal, wenn die Politik den Vorschlag macht, den Regelsatz von Hartz IV anzuheben, um einen würdigeren Alltag betreiben zu können, kommen selten Ergebnisse auf den Tisch.

Das liegt schlichtweg an den Kosten. Eine Anhebung der Bezüge führt zwangsläufig zu einer Gesamtverteuerung, die aus Steuergeldern stammt und gerechtfertigt werden muss. Weiterhin zeigen Statistiken, dass eine signifikante Erhebung des Satzes stets zu einer Erhöhung von Hartz IV Beziehern führt, was nicht gewünscht sein kann, aber Realität ist.

Durch die Erhöhung der Bezieher um Millionen kommt es zwangsläufig auch wieder zu einer Erhöhung der Kosten für Hartz IV, die alsbald ins uferlose abdriften könnte. Arbeit soll sich lohnen. Sind staatliche Leistungen attraktiver als eigene Arbeit, droht sich die Gesellschaft zu verändern. Dieses Ergebnis kann nicht gewünscht sein.

 

Wie viel muss man verdienen, um aus Hartz IV herauszukommen?

Errechnet wurden Bruttoeinkünfte von 1200 Euro, um aus Hartz IV herauszukommen. Bezogen wurden diese Daten allerdings auf einen Alleinstehenden, der keine Unterhaltsverpflichtungen und auch keine Kinder hat. Ein Ehepaar mit zwei Kindern müsste ungefähr 2000 Euro zusammen brutto verdienen, um den wichtigen Sprung aus Hartz IV zu schaffen.

 

Hartz IV und Kinder

In Deutschland steigt die Zahl an Kindern, die auf Hartz IV angewiesen sind stetig an. So lebt mittlerweile fast jedes siebte Kind, also fast vierzehn Prozent der Kinder von Hartz vier. Da es immer mehr Kinder gibt, die in Armut leben, wird im Folgenden die Auswirkung auf die Kinder beeinflusst.

Auswirkungen auf die Freizeit der Kinder

Eltern, die Hartz IV beziehen, erhalten einen zusätzlichen Kinderzuschlag. So erhält jedes Kind zusätzlich 10 Euro im Monat, wovon beispielsweise eine Mitgliedschaft im Sportverein oder Kulturveranstaltungen bezahlt werden sollen.

Dass es nur wenige Sportvereine zu dem Preis im Monat gibt, ist Tatsache und schließt die Kinder womöglich von der Möglichkeit aus, durch den Sport zu lernen im Team zu arbeiten.

Werden für bestimmte Vereine Ausrüstungen benötigt, so stehen jedem Kind weitere 120 Euro im Jahr für diese Freizeitausrüstungen zur Verfügung. Entsprechend können zum Beispiel Fußballschuhe und Trikots fast komplett vom Staat finanziert werden.

Auswirkungen auf die schulischen Leistungen der Kinder

Den Kindern werden 100 Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt, um benötigte Materialien wie Blöcke, Stifte und Schulranzen zu finanzieren.

Dies kann problematisch werden, sofern einige Lehrer teurere Materialien, wie zum Beispiel besondere Farbmalkasten im Unterricht verlangen. Ferner sind die meisten angesagten Schulranzen für 60 Euro aufwärts zu kaufen, was natürlich die Kinder aus der Gruppe ausschließen kann, da sie nicht mit dem Trend mitgehen.

Was die schulische Leistung angeht, werden Förderkurse, sofern diese von der Schule als nötig empfunden werden, komplett übernommen, was den Kindern natürlich sehr helfen kann, den Anschluss zu finden. Weiterhin ist gerade Nachhilfe eine sehr teure Angelegenheit und kann meistens nur von Akademiker Eltern finanziert werden. Die Kosten für die Teilnahme an Schul- oder Kitaausflügen, sowie Klassenfahrten werden ebenfalls komplett übernommen. Das garantiert den Kindern, dass sie wichtige Erlebnisse nicht verpassen und Freizeitaktivitäten und Ausflüge miterleben können, die sich die Familie sonst nicht leisten könnte.

Ebenfalls werden Fahrtkosten zur Schule teils übernommen oder ein stark vergünstigtes Monatsticket für Kinder von Hartz IV- Empfängern zur Verfügung gestellt. Dies sorgt für eine gewisse Mobilität der Kinder, sodass so unabhängig von den Eltern Sportveranstaltungen oder Freunde besuchen können. Die Kosten für das Mittagessen der Kinder in der Schule oder in Kindergärten wird ebenfalls mitfinanziert, sodass es sich für Eltern auf nur einen Euro pro Tag summiert. Durch dieses Bildungspaket soll sichergestellt werden, dass es zu einer gewissen Form von Chancengleichheit in der Schule kommt. Generell werden diese Hilfen bei der Bundesagentur für Arbeit beantragt.

 

Auswirkungen auf die sozialen Kontakte

In den Vergangenen Jahren wurde bei vielen Kindern von Hartz IV- Empfängern eine soziale Isolation festgestellt. Dies hängt weitestgehend mit der eingeschränkten Möglichkeit zusammen, an Freizeitaktivitäten wie Kinobesuchen, Schwimmbadbesuchen oder Bowling teilzunehmen.

Da viele Familien den Kindern nicht die angesagten Klamotten oder Schuhe kaufen können, kann sich das Kind auch schnell als Außenseiter abzeichnen, da gerade Jugendliche in der Pubertät großen Wert auf Statussymbole setzen.

Durch diese psychische Belastung und wenig Unterstützung verkriechen sich viele Kinder zu Hause und fühlen sich oft nicht in der Lage die Schule abzuschließen. Dadurch wird der Armutszyklus weitergegeben. Dies ist ein großes Problem, was in Zukunft durch zusätzliche Förderung behoben werden soll. Ein weiteres Problem ist, dass man als Kind von Hartz IV- Empfängern nicht mehr als 100 Euro im Monat verdienen darf ohne, dass etwas davon abgezogen wird. Dies schränkt die Kinder zusätzlich ein, der angeborenen Armut zu entkommen.

Fazit

Insgesamt gibt es schon viele positive Beiträge des Staates, um den Kindern Chancengleichheit zu gewähren. Was am Ende wirklich in die Kinder finanziert wird, ist schwer zu kontrollieren. Gerade die Beschränktheit der Beiträge für Freizeit und Spaß leisten jedoch einen weiteren Beitrag zur sozialen Isolation der Kinder.

Hartz IV entkommen- Möglichkeiten im Überblick

Hartz IV bekämpfen-aber richtig

Wer kennt die Situation nicht? Man verliert seinen Job und muss plötzlich von Hartz IV leben. Man will es nicht, aber es geht nicht anders. Geht es wirklich nicht anders, oder gibt es Wege aus Hartz IV? Natürlich gibt es Wege aus Hartz IV aber dafür muss man auch was tun. Wie genau aber man was tun muss, wissen die wenigsten.

Von Hartz IV in die Selbstständigkeit-Ein großer Schritt!

Ein großes Thema ist die Selbstständigkeit aus Hartz IV heraus. Zuhause rumsitzen und nichts tun ist für die Wenigsten eine Lösung. An der Selbstständigkeit kommt man daher selten dran vorbei.

Aber die meisten Rückzieher werden dann gemacht, wenn man die ungeklärten Fragen sieht und nicht weiß, wer sie einem beantwortet. Eigeninitiative ist der Weg zum Erfolg und damit raus aus Hartz IV. Wenn man eine gute Idee hat und auch die Möglichkeiten zur Umsetzung, hilft auch der Staat manchmal mit. Es gibt sogenannte Gründungsdarlehn, die man vom Staat erhalten kann.

Die sind meist unbegrenzt und werden aber auch sehr schwer bewilligt. Daher ist es besser, sich mit einem Buisnesssplan auf den Weg zu machen und die richtigen Sponsoren mit ins Boot zu holen. Man sollte sich aber auch mit dem ARGE-Mitarbeiter über diese Möglichkeiten unterhalten.

 

Eigeninitiative ist gefordert

Zu Zeiten des Internets und den vielen Jobbörsen, gehört auch die Eigeninitiative bei der Jobsuche dazu. Die verschiedenen Jobportale zu durchforsten und sich auch auf Stellen zu bewerben die nun nicht zu 100% das ist, was man möchte, ist ein wichtiger Bestandteil, um aus Hartz IV zu entkommen.

Auch mit offenen Augen durch die Geschäftswelt gehen, kann dazu führen, dass man beim Einkaufen seinen neuen Job findet. Man muss nur bereit sein, alles dafür zu geben, so schnell wie möglich aus Hartz IV raus zu kommen. Dazu gehört auch, sich Hilfe beim Erstellen von Bewerbungen zu holen, in die Zeitungen schauen und auch ins Internet.

Denn die Eigeninitiative ist der größte Garant für einen neuen Job. Auch Initial-Bewerbungen bei Firmen, bei denen man gerne arbeiten möchte gehören dazu.

 

Jobcentermitarbeiter können auch helfen

Auch der Kontakt und die Zusammenarbeit mit seinem Betreuer im Jobcenter bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Sei es zum einen, dass man von dort aus viele Jobangebote bekommt, oder zum anderen, dass man sich Umschulen lässt und in dem neuen Berufszweig Fuß fasst.

Man muss nur mit den Leuten reden und sich dafür interessieren was man angeboten bekommt. Auch wenn der angebotene Job nicht, dass ist, was man sich wünscht, erfüllt er aber zwei Zwecke. Man ist aus Hartz IV raus und man hat einen Fuß in dem Unternehmen drin und kann immer aufsteigen.

 

Das Fazit

Es gibt die unterschiedlichsten Wege, sich aus Hartz IV wieder heraus zu holen. Das Wichtigste ist, dass man sich nicht selbst aufgibt. Denn wer dies tut, hat schon verloren. Wer den Schritt in die Selbstständigkeit scheut, hat oben genannte Möglichkeiten, sich selbst  heraus zu holen.

Man muss es eben nur wollen und sich bemühen. Eines sollte klar sein, ohne Eigeninitiative und den passenden Willen bleibt man in Hartz IV und findet keinen Ausweg. Man muss schon was tun für seinen neuen Job und seine Lebensqualität. Die Stellen und lukrativen Jobangebote bekommt man nicht einfach so, da muss man schon was für tun. Und das geht, das ist oftmals bewiesen worden.

Hartz IV in Herford

Wer kann in Herford (NRW) Hartz IV beziehen?

Falls Sie Ihren Lebensunterhalt nicht aus Ihrem Einkommen oder Ihrem Vermögen bezahlen können, sind Sie dazu berechtigt Arbeitslosengeld II beziehungsweise Hartz IV zu beziehen.

Hartz IV steht erwerbsfähigen, arbeitssuchenden Menschen zu und sorgt für eine gewisse Grundsicherung des Lebensunterhalts. Entsprechend wird durch Hartz IV der Mindestbedarf zum Leben am Existenzminimum abgesichert. Um Hartz IV in Herford zu beziehen zu können, muss man nicht zwangsläufig arbeitslos, respektive arbeitssuchend sein. Diese Leistungen können auch bezogen werden, wenn man ein zu geringes Einkommen hat. Dabei ist es egal, ob man als Arbeitnehmer oder Arbeitnehmerin oder Selbständiger beziehungsweise Selbstständige tätig ist. Der Landkreis Herford ist für die Bezirke zuständig, die die Postleitzahlen 32049, 32051 oder 32052 besitzen.

 

Wer kann trotz geringem Einkommen kein Hartz IV in Herford beantragen?

Obwohl ein Arbeitnehmer oder eine Arbeitnehmerin zu wenig verdient, um am Existenzminimum zu leben, kann es dazu kommen, dass die Person kein Hartz IV beantragen kann. Genauer gesagt können Menschen, die vermögend sind, keine Leistungen beziehen. Verwertbares Vermögen vermindert also die eigentliche Leistung, wenn es einen höheren Wert hat, als bestimmte Freibeträge.

 

Wo kann ich in Herford Hartz IV beantragen?

Den Antrag auf Hartz IV kann man im Jobcenter Herford stellen. Dieses ist montags bis freitags von 08:00 Uhr bis 12:30 geöffnet. Donnerstag ist es zusätzlich von 13:30 bis 18:00 geöffnet. Es liegt in der Hansastraße 33 in Herford (32049). Ebenfalls können sie das Jobcenter unter den folgenden Kontaktmöglichkeiten erreichen:

Tel.: 05221/985-333

Fax: 05221/985-824

E-Mail: jobcenter-herford.721-arbeitsvermittlung@jobcenter-ge.de

 

Welche Unterlagen sind mitzubringen?

Wenn Sie nicht erwerbsfähig sind und weder Sie, noch Ihre Familie den Lebensunterhalten mit anderen Mitteln bezahlen können, können Sie eine Grundsicherung in Herford beantragen. Dazu müssen Sie die folgenden Unterlagen zur Hand haben.

Sie benötigen Ihre Vermieterbescheinigung, um den Nachweis der aktuellen Miete zu überprüfen und gegebenenfalls die Miete direkt an den Vermieter zu überweisen. Ebenso benötigen Sie eine vollständige Kopie Ihres ausgefüllten Mietvertrag inklusive der Unterschriften von Mieter oder Mieterin und Vermieter oder Vermieterin.

  • Falls Sie Eigentum besitzen, müssen Sie den Kaufvertrag, einen Grundbuchauszug und die Belege der aktuellen Belastungen vorlegen.
  • Ebenfalls sind die Kontoauszüge der letzten drei Monate aller Konten und Sparbücher der Haushaltsgemeinschaft mitzubringen.
  • Falls kein Konto besteht, ist ein Nachweis der Bank vorzulegen, der bestätigt, dass eine Kontoeinrichtung nicht möglich ist.
  • Weiterhin verpflichtend mitzubringen sind Personalausweise und Reisepässe sowie der Sozialversicherungsausweis und die Krankenkassenkarte.
  • Zusätzlich soll ein Nachweis der erbrachten Gas- und Stromrechnung mitgebracht werden.

 

Nach dem Antrag den Weiterbilligungsvertrag nicht vergessen

Normalerweise wird Ihnen Hartz IV für eine Dauer von sechs Monaten gezahlt. Im Anschluss muss geprüft werden, ob sie den Anspruch haben eine Fortzahlung zu erhalten. Damit die Leistungen ununterbrochen geschehen können, sollten Sie den Weiterbilligungsantrag, der mit der Post kommt direkt ausfüllen.

Dieser kann drei Wochen vor Fristablauf in der zuständigen Geschäftsstelle des Jobcenters Herford abgegeben werden. Falls sich bei Ihnen seit dem Antrag etwas geändert hat, sind die entsprechenden Unterlagen beizulegen. Falls Sie weitere Fragen haben, können Sie sich frühzeitig bei der zuständigen Geschäftsstelle des Jobcenters Herford melden.

 

Darf man Urlaub beantragen?

Da das Ziel nach dem Antrag des Arbeitslosengelds II die Eingliederung zurück in den Berufsalltag ist, ist es Beziehern und Bezieherinnen der Leistungen nicht gestattet Urlaub zu nehmen. Sie müssen entsprechend jeden Werktag unter der Adresse, die beim Jobcenter angegeben wurde erreichbar sein.

Allerdings ist es natürlich gestattet in den Urlaub zu fahren, sofern die Erreichbarkeits-Anordnung nicht missachtet wurde. So muss beim Jobcenter Herford von jedem erwerbsfähigen Bezieher der Leistungen eine Zustimmung für den anstehenden Urlaub eingeholt werden. Gegebenenfalls muss auch eine Finanzierung der Reise nachgewiesen werden.

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